Hypnose-Check: Welcher Hypnosetyp passt zu dir?
- Ute Müller

- 8. Aug.
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 1 Tag
Ein kleiner Selbstcheck: Welche Form der Hypnose könnte zu dir passen?

Hypnose ist nicht gleich Hypnose.
Was entspricht dir?
Stell dir vor, du gehst morgen zu einer Hypnose.
Was würdest du dir am meisten wünschen?
A – «Ich möchte eintauchen und mich führen lassen.»
Ich mag innere Bilder, Vorstellungen und Metaphern. Ich muss nicht alles erklären oder verstehen. Ich möchte erleben, wahrnehmen und schauen, was sich in mir entwickelt.
Du erkennst dich wieder?
B – «Ich weiss genau, was weg oder anders sein soll.»
Ich habe ein konkretes Ziel – beispielsweise mit dem Rauchen aufhören, eine Gewohnheit verändern, Flugangst lösen oder an einer Phobie arbeiten. Warum das alles entstanden ist, muss ich nicht unbedingt wissen. Mir ist wichtig, dass sich etwas verändert.
Du erkennst dich wieder?
C – «Ich möchte verstehen – und wirklich etwas verändern.»
Ich bin neugierig auf mich selbst. Ich möchte wissen, warum sich bestimmte Themen oder Reaktionen immer wieder zeigen. Ich möchte nicht nur darüber nachdenken, sondern selbst entdecken, was in mir wirkt und was dadurch anders werden kann.
Du erkennst dich wieder?
D – «Ich suche Hypnose zur medizinischen Unterstützung.»
Bei mir steht beispielsweise ein medizinischer Eingriff bevor. Ich interessiere mich für Hypnose zur Unterstützung bei Angst, Stress oder Schmerzen.
Du erkennst dich wieder?
Hypnosearten im Überblick:
Was steckt hinter deinem Typ?
A – Der Erlebnistyp
«Ich möchte eintauchen und mich führen lassen.»
Wenn du A gewählt hast, könnte eine ressourcen- und suggestionsorientierte Hypnose gut zu dir passen.
Hier arbeitet der Hypnotherapeut mit Sprache, inneren Bildern, Metaphern und Suggestionen. In Trance richtet sich deine Aufmerksamkeit stärker nach innen. Vorstellungen, Empfindungen und innere Bilder können intensiver wahrgenommen werden.
Vorhandene Fähigkeiten, Möglichkeiten und stärkende innere Erfahrungen können dabei angeregt werden. Weg vom Problem hin zur Lösung.
Milton H. Erickson hat die moderne Hypnotherapie in diesem Bereich wesentlich geprägt. Er arbeitete sehr individuell und nutzte unter anderem Metaphern, indirekte Suggestionen und das, was der jeweilige Mensch selbst mitbrachte.
Das Besondere: Du musst nicht jeden Zusammenhang bewusst verstehen.
Manches erschliesst sich eher über Bilder, Gefühle oder Empfindungen. Vielleicht weisst du anschliessend gar nicht genau, wie du das Erlebte erklären sollst – und spürst dennoch, dass etwas für dich Bedeutung bekommen hat.
Typisch A:
«Ich möchte mich führen lassen, wahrnehmen und erleben. Ich muss nicht alles mit dem Kopf verstehen.»
B – Der Zieltyp
«Ich weiss, was sich verändern soll.»
Wenn du B gewählt hast, könnte eine stärker ziel- und suggestionsorientierte Hypnose für dich interessant sein.
Vielleicht möchtest du mit dem Rauchen aufhören, Flugangst auflösen, eine bestimmte Gewohnheit verändern oder an einer Phobie arbeiten …
Während der Hypnose kannst du über längere Phasen hauptsächlich zuhören und dich führen lassen. Suggestionen, Vorstellungen und innere Erfahrungen werden auf das gewünschte Ziel ausgerichtet.
Dabei muss die Frage, warum ein Verhalten oder eine Reaktion ursprünglich entstanden ist, nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen. Entscheidend ist zunächst das konkrete Veränderungsziel.
Manche Menschen erleben während der Hypnose sehr bewusst, was geschieht. Andere erinnern sich anschliessend weniger detailliert an einzelne Abschnitte. Hypnose ist dabei nicht mit Schlaf gleichzusetzen, und eine besonders tiefe Trance ist nicht automatisch Voraussetzung für eine wirksame therapeutische Arbeit.
Typisch B:
«Ich weiss, was ich verändern möchte. Ich möchte mich führen lassen und muss nicht unbedingt jeden Hintergrund verstehen.»
C – Der Entdeckertyp
«Ich möchte verstehen – und wirklich etwas verändern.»
Wenn du C gewählt hast, kennst du vielleicht diese Erfahrung:
Du hast über ein Thema schon viel nachgedacht. Vielleicht verstehst du sogar längst, woher manches kommt.
Und trotzdem verändert sich nichts.
Bestimmte Reaktionen kehren zurück. Eine Angst bleibt bestehen. Eine innere Blockade zeigt sich immer wieder. Oder du weisst eigentlich genau, was du anders machen möchtest – und reagierst in entscheidenden Situationen trotzdem wie bisher.
Dann könnte eine dialogische, hypnosystemische und Ego-State-orientierte Hypnose – das Arbeiten mit inneren Anteilen zu dir passen.
Hier liegt auch der Schwerpunkt meiner eigenen Arbeit.
In Trance bist du nicht einfach Empfänger. Wir sind im Dialog.
Du kannst sprechen, wahrnehmen und neugierig beobachten, was sich in deiner Innenwelt zeigt. Du musst dabei nichts leisten und nichts «richtig machen». Du erlebst bewusst mit.
Das Besondere ist die Perspektive:
Du kannst mitten im eigenen Erleben sein und gleichzeitig mit einer gewissen inneren Distanz darauf schauen.
Fast so, als würdest du etwas, das du schon lange kennst, plötzlich mit neuen Augen betrachten.
Dadurch können Gefühle, Körperempfindungen, innere Bilder, Erinnerungen oder unterschiedliche Persönlichkeitsanteile Zusammenhänge sichtbar machen, die über das rein gedankliche Verstehen hinausgehen.
Warum zeigt sich mein Thema immer wieder?
Was wirkt bis heute in mir?
Warum konnte ich es bisher nicht einfach anders machen?
Und was brauche ich heute?
Auch Ängste, Phobien, Rauchen, innere Blockaden oder andere Lebensthemen können auf diese Weise betrachtet werden.
Dabei geht es nicht darum, möglichst tief in der Vergangenheit zu graben. Entscheidend ist, welche Wirkung etwas heute noch auf dein Denken, Fühlen, Handeln, deinen Körper und dein Nervensystem hat.
Für mich liegt darin die Besonderheit dieser Arbeit:
Nicht ich gebe dir die Antworten. Du entdeckst sie selbst.
Aus diesem eigenen Erkennen können neue Möglichkeiten für Veränderung entstehen – selbstbestimmt, eigenverantwortlich und passend zum eigenen Leben.
Typisch C:
«Ich möchte nicht nur, dass sich etwas verändert. Ich möchte selbst erkennen, was in mir wirkt, warum es so ist – und entdecken, was für mich heute anders möglich ist.»
D – Der medizinische Typ
«Ich möchte Hypnose zur Unterstützung einer medizinischen Behandlung nutzen.»
Wenn du D gewählt hast, geht es dir möglicherweise weniger um ein persönliches Lebensthema als um eine konkrete medizinische Situation.
Hypnose kann rund um medizinische Eingriffe ergänzend eingesetzt werden, beispielsweise zur Unterstützung im Umgang mit Angst, Stress oder Schmerzen. Je nach Situation kann sie mit anderen Verfahren der Schmerzbehandlung, Sedierung oder Anästhesie kombiniert werden.
Hier steht also nicht das Erkunden persönlicher Zusammenhänge im Mittelpunkt. Der medizinische Kontext und das konkrete Behandlungsziel bestimmen die Anwendung.
Diese Form der Hypnose gehört entsprechend in fachkundige medizinische beziehungsweise klinische Hände.
Typisch D:
«Ich suche Hypnose gezielt zur Unterstützung in einer medizinischen Situation.»
Und – welcher Hypnosetyp bist du?
Vielleicht war deine Antwort eindeutig.
Vielleicht hast du dich aber auch bei den Hypnosearten A und C oder bei B und C wiedergefunden.
Auch das ist vollkommen möglich.
Denn A, B, C und D sind keine festen Persönlichkeitstypen und dieser kleine Selbstcheck ist kein psychologischer Test. Er soll dir vielmehr zeigen, wie unterschiedlich Menschen Hypnose erleben und wie unterschiedlich mit demselben Thema gearbeitet werden kann.
Eine Phobie beispielsweise kann suggestionsorientiert behandelt oder dialogisch erkundet werden. Auch beim Rauchen können unterschiedliche hypnotische Vorgehensweisen zum Einsatz kommen.
Deshalb lautet die entscheidende Frage nicht nur:
«Was möchte ich verändern?»
Sondern auch:
«Wie möchte ich Veränderung erleben?»
Möchte ich mich führen lassen und erleben?
Möchte ich mich auf ein konkretes Ziel konzentrieren?
Oder möchte ich selbst entdecken und verstehen, was in mir wirkt und was sich daraus verändern kann?
Wenn du dich für Hypnose interessierst, lohnt sich deshalb vielleicht eine Frage ganz besonders:
Frag nicht nur: «Arbeitest du mit Hypnose?»
Frag auch: «Wie arbeitest du eigentlich mit Hypnose?»
Hinweis:
Mein Ansatz im Bereich «Bewusstseinsarbeit» bietet ein grundlegendes Werkzeug zur Veränderung persönlicher Themen, zur Lösung innerer Blockaden und Herausforderungen. Dies umfasst auch Aspekte der Gesundheit (Psychosomatik) und der Gewichtsreduktion. Die Kommunikation kann entweder im Wachbewusstsein oder in einem Zustand bewusster Hypnose stattfinden. Dabei sind zwei entscheidende Faktoren wichtig:
Mut, sich selbst zu begegnen.
Authentizität, den Willen zur bedingungslosen Ehrlichkeit zu sich selbst zu haben.

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Ute Müller
Coach und Hypnotherapeutin, dipl. Ernährungsberaterin, Autorin & Entwicklerin des Programms "ICH bin mein bester Food-Coach."
In der Online-Kommunikation verwende ich das «Du», wie im Englischen, um eine persönliche und offene Ansprache zu schaffen – ohne die formale Distanz zu verlieren. Ebenso wähle ich bewusst eine vereinfachte Sprache ohne Unterscheidung von Gender und Diversität. Dies geschieht aus Gründen der besseren Lesbarkeit und Verständlichkeit. Mir ist es wichtig zu betonen, dass ich alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Identität oder Herkunft schätze und respektiere. Jeder ist willkommen, und ich achte alle gleichermaßen. Mein Anliegen ist es, dass sich alle Leserinnen und Leser gleichermaßen angesprochen fühlen. Vielen Dank für Dein Verständnis.




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